Trade Voorhees – Saturday The 14th

Trade Voorhees kommt aus Las Vegas, was für einen Rapper/Produzenten schon ungewöhnlich genug ist – mir sind jeden Falls keine größeren Namen aus der Casino-Stadt bekannt. Abseits der großen Hip Hip Metropolen kann er aber in Ruhe an einem Style arbeiten, der nur selten Berührungspunkte mit aktuellem Mainstream-Rap hat. In meist etwas holprigen oldschool Flow und einer Technik die zur Not auch vor einsilbigen Reimen nicht zurückschreckt, erzählt er ebenso respektlos wie charmant und witzig, wahlweise über wack MCs, Kiffen oder Horrorfilme. Leider versprüht nicht jeder Track diesen unbefangenen Charme, der mich auf den ersten Tracks gleich in den Bann gezogen hat. Die Beats sind – bis auf wenige Ausnahmen – von ihm selbst oder Underground Produzenten wie AbJo, Johnny Millz, Cam, Bhonstro & Weirddough und Blair. Meist ist es ziemlich dreckiger Boombap, der auch schonmal um einen uralten Synthie ergänzt wird und den Retro-Flavour des Tapes passend einfängt. Insgesamt ein unterhaltsames Tape, das leider unter erheblichen Qualitätsschwankungen zwischen den Tracks leidet und auch über die Halbwertszeit der Musik bin ich mir noch nicht im Klaren, denn des Reinhörenswert.
Trade Voorhees - Stress Free feat. SLik d (Prod. Johnny Millz)
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thx to okayplayer
