Ja, der Legastiger und ich, wir haben beide viel um die Ohren. Zu viel, um diese noch ausreichend mit neuer guter Musik zu füllen und dann noch adäquat bewerten zu können. Meistens jedenfalls. Nichtsdestotrotz möchte ich nun die Möglichkeit für ein neues Mailbox Mixtape Mashup nutzen um wenigstens ein paar Tapes vorzustellen, die uns dankenswerterweise zugeschickt wurden.

Eta Familia – Etabliert

Den Anfang macht Eta Familia mit ihrer kostenlosen Scheibe, welche unter anderem von DOPFunk produziert wurde. Man hört schon raus, dass es wohl nicht die erste Platte der Jungs ist, die Raps sind technisch gesehen recht sauber und flowen meist sauber über die abwechslungsreichen Beats, aber insgesamt erinnerte es mich eher an die frühen Deutschrap-Jahre – von Advanced Chemistry über die Absoluten Beginner, jedoch aber leider auch bis zum Wolf (wer kennt ihn nicht?). Das ist also nicht super schlecht, aber eben auch noch nicht super gut, aber über Geschmack kann man bekanntlich streiten.

Eta Familia – Identität

07. Eta Familia – Identität by Eta Familia

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Tricks – Trickster Rap

Die komplett von PCP produzierte und durch Gäste wie Stressfilm oder OverdOZe bereicherte EP von Tricks ist qualitativ überzeugend. Gerade OverdOZe sorgt mit seiner Hook im Lied People Don No für eines der Highlights dieser Scheibe. Die Texte sind abwechslungsreich, zwischen Battle und Tiefgründig angelegt und werden ordentlich daher geflowt. Die Beats sind mir persönlich etwas zu sehr zusammen geschüttelt: da ein Gitarrenriff, hier weicher Bass, dort ein paar Streicher und irgendwo kommt noch ein Synthie rein. Ist sicher abwechslungsreich, aber mir sagen die Beats meistens leider nicht wirklich zu.  Trotzdem insgesamt eine gute Scheibe, in die sich mindestens ein Reinhören lohnt und die sicher den ein oder anderen Fan finden wird.

Tricks – Die Schwerter des Kaisers (von Stressfilm)

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 Kram aus der Ecke – Abstürziges Verhalten

Kram aus der Ecke find ich gut. Die eher entspannten Beats sind gespickt mit schönen Samples, die Raps sind geradlinig, ohne technische Meisterwerke zu sein und sie erzählen unterhaltsam von Rap, Battle, Frauen, Kiffen und auch mal was Tieferem (merkt man an den Streicher-Samples). Klingt bisschen nach Taktlo$$ und der frühe Retrogott. Am Besten gefallen mir ja die Namen, der 3 Herren, denn das sagt schon einiges: O – meistens zuständig für die Beats, sowie und Bonobo – beides Rappers. Unterstützung bekommen sie von Grasime (Rap & Beat), RHC (Rap) und Woody (Beat). Das Album ist als “name your price” angepriesen, ist bei der vorhandenen Qualität aber durchaus in Ordnung. Und wer nix hat, muss ja auch nix zahlen.

Kram aus der Ecke – dreckigundtight

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 Zweiplus – Epileptic

Last but not least kommen da noch Zweiplus, mit ihrer kostenlosen EP, welche Rap mit Dubstep durchaus gekonnt zu vermischen vermag. Die Produktionen sind sehr hochwertig und man merkt, dass da schon einiges dahinter steckt – mindestens einiges an Erfahrung, wenn nicht einiges an Vorschuss. Man kann gespannt sein, was da demnächst noch kommen wird. Die Dubstep-Beats sollen ordentlich rungsen (wie man hier in der Gegend so schön sagt) und das tun sie auch. Die Raps passen dazu, sind aber inhaltlich nicht besonders auffällig. Rap halt. Aber das mögen wir ja alle. Auffällig ist, dass die Jungs Moritz und Jan sich selbst wohl nur im Doppelpack als Zweiplus sehen, denn ich fand keine einzelnen Rap-Namen. Einer von ihnen (der Moritz war’s) hat ausserdem auch noch produziert und gemischt. Gesang kam zusätzlich von Miss Strong und Bettina. Kann man durchaus alles machen. Und dennoch bleibt mir am Ende ein eher fader Beigeschmack von “zu gewollt” und “überproduziert” zurück.

Zweiplus – Airbags

Airbags by zweiplus

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